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Alphabetisierung

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Analphabetentum, Armut und hohe Kindersterblichkeit

Etwa 27% der erwachsenen Bevölkerung der Erde kann nicht lesen und nicht schreiben. Rund 98% dieser Analphabeten leben in den ärmsten Regionen der Erde, vor allem in Afrika und Südasien. Die Länder mit den niedrigsten Alphabetisierungsraten weisen gleichzeitig die höchsten Sterblichkeitsraten von Kindern unter 5 Jahren auf.

In den von Armut und hoher Kindersterblichkeit betroffenen Regionen ist auch der größte Sprachenreichtum zu finden: Die meisten der 6.800 Sprachen der Welt sind dort angesiedelt, ebenso der Großteil der Sprachen, die noch nicht erforscht sind und für die es noch kein Alphabet gibt.

Was bringt's?

  • Entwicklungshilfe- und Gesundheitsprogramme sind erfolgreicher, wenn die lokale Bevölkerung ein gewisses Maß an Lernerfahrung mitbringt.
  • Für Menschen, die aufgrund von Sprache, Volkszugehörigkeit, Geschlecht oder Religion benachteiligt werden, sind Bildungsprogramme in der Muttersprache eine Chance, ihre Ausgrenzung zu überwinden und ein Leben in Würde zu führen.
  • Jeder Mensch soll freien Zugang zu Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten haben. Jeder soll die Bibel in einer Sprache lesen können, die er gut versteht.
     

Nufu Traore, Teilnehmer einer Leseklasse in Bobo-Dioulasso, Burkina Faso (Westafrika), sagt:

"Ich hatte schon so lange den Wunsch, eine Bibelschule zu besuchen. Aber dazu muss man lesen und schreiben können. Ich kann weder Französisch, noch konnte ich meine Muttersprache Jula lesen. Jetzt habe ich endlich Lesen und Schreiben in Jula gelernt und mein Gemeindeverband hat mich in der hiesigen Bibelschule für den Unterricht in Jula angemeldet. Ich danke allen, die geholfen haben, dass man unsere Sprache schreiben kann und dass es Leseunterricht in Jula gibt!"

Gedicht "Unwissenheit veschwinde von hier" aus Burkina Faso

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