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Ausgerüstet mit Kassettenrekorder, Schreibunterlage und Fragebögen ziehen sie los, immer auf der Suche nach neuen und noch genaueren Sprachdaten. Je nach Land und Bedarf haben sie auch Moskitonetze, Feldbetten, Kompass, Haferflocken und Milchpulver, Taschenlampe, Computer und anderes Material dabei, das ihnen hilft, die zum Teil recht abenteuerlichen Reisen zu überstehen.
- Die Sprachen identifizieren, die in den besuchten Dörfern und Landstrichen gesprochen werden, und ihre Verbreitung feststellen.
- Erkunden, welche Funktionen diese Sprachen haben: Muttersprache, Marktsprache, Handelssprache, Nationalsprache, Unterrichtssprache, usw.
- Testen, wie gut die Menschen andere Sprachen beherrschen, die nicht ihre Muttersprachen sind. Auswerten, in welchem Maß sie bereit und fähig sind, schon vorhandene Literatur (zum Beispiel Lesefibeln, oder eine Bibelübersetzung) in diesen anderen Sprachen zu benutzen.
- Feststellen, ob die Kinder die Sprachen ihrer Eltern und Großeltern noch benutzen. Daran kann man sehen, ob die Sprache langfristig überleben wird.
- Dialektunterschiede untersuchen und herausfinden, ob die Sprecher verschiedener Dialekte die gleiche Literatur (Lesefibel, Bibel) benutzen können.
Nach dem "Jagen und Sammeln" ist wieder Schreibtischarbeit angesagt. Zusammen mit einem ganzen Team von Fachleuten und auch mit Hilfe von speziell dafür entwickelten Computerprogrammen werden die Sprachdaten analysiert und ausgewertet. So wird zum Beispiel herausgefunden, wo Sprachgrenzen sind und welche Dialekte man zu einer Sprache zusammenfassen kann.
Und das Wichtigste: auf Grund der Untersuchungsergebnisse wird entschieden, welche Sprachen eine eigene Bibelübersetzung brauchen und welche nicht.




